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Wie Projekttätigkeiten die Wirtschaft transformieren werden

Karriereexpertin Svenja Hofert ist sich sicher: „Angestellt und freiberuflich wächst zur Auftragsbeschäftigung zusammen. Über kurz oder lang wird es vermutlich egal sein, in welchem Sozialversicherungsstatus man sich nun gerade befindet, denn Projekte dominieren alles, was sich verändert.“ Im letzten Teil der KEX-Blog-Serie über Freelancer, Selbständige und Gründer geht es um die Projektarbeit in der IT, die für einen Boom bei den alternativen Beschäftigungsmodellen gesorgt hat.
 

Die Entwicklung lief in drei Wellen ab: Mitte der 80er wurde es erstmals attraktiv, Arbeitsaufträge auch zu Hause zu erledigen. Was heute fast als selbstverständlich gilt, nämlich nach der eigentlichen Arbeit im Büro oder am Wochenende noch an eigenen Projekten zu arbeiten, wurde vor 30 Jahren gerade erst aufgrund der technischen Entwicklung möglich. Irgendwo im Silicon Valley träumte Bill Gates damals vom ersten Betriebssystem und Steve Jobs arbeite mit seinem Kompagnon Steve Wozniak schon am ersten echten Home-PC-System.
 

Die zweite Welle der – von der Managementprofessorin an der London Business School Lynda Gratton als Virtualisierung bezeichneten – Entwicklung fiel in etwa mit dem Anschlägen am 11. September 2001 zusammen. Durch die zeitweisen Einschränkungen im Flugverkehr fanden sich Teams zunächst verstärkt in virtuellen Räumen zusammen. Dieser Erfahrungen halfen auch beim Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull 2010, als der Flugverkehr ebenfalls wochenlang behindert war. Die dritte Phase hat gerade erst begonnen  und spielt sich in den Co-Working-Spaces ab.
 

Diese sind meist Ausdruck eines funktionierenden, innovativen Netzwerkes, welches sich gegenseitig in Projekten als fluide Teams oder mit Aufträgen – beispielsweise dem Design eines Logos oder der Programmierung einer Webseite – unterstützt. Hier finden Unternehmer einen Pool von hoch talentierten und besonders flexiblen Projektarbeitern. „Warum also jemand einstellen, wenn man nur zeitweise Fachwissen braucht? Dieser Gedanke verbreitet sich rasant. Für Angestellte fallen damit viele interessante fachliche Aufgaben weg“, sagt Hofert, die für 2050 ein ausgeglichenes Verhältnis von Freiberuflern und Angestellten prognostiziert.
 

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Image CC: luc legacy