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Warum Gründer Twitter brauchen

Gründer sind vielfach gefordert: Noch vor dem Start ins Geschäftsleben müssen Businesspläne eingereicht, Förderungen beantragt und Coachings absolviert werden. Aber während alle Maßnahmen darauf abzielen, den wirtschaftlichen Erfolg schnell herbeizuführen, wird die kommunikative Komponente  noch viel zu oft vernachlässigt. Gerade Startups und Gründerteams sehen sich mit der Tatsache konfrontiert, dass ihre Idee zwar gut ist, diese aber keine Sichtbarkeit hat. Im zweiten Teil der Social Media-Serie erklärt der KEX-Blog, warum sich Twittern für Gründer und Startups lohnt.
 

„Um bei Twitter Erfolg zu haben, müssen man nicht prominent sein – mit etwas Geduld kann man sich auch als Student, Anwalt, Coach oder Malermeister eine treue Gefolgschaft und vielleicht sogar eine Marke auf“, sagt Karriereexpertin Svenja Hofert. Auch wenn der Aufbau einer großen Followerschaft in kurzer Zeit ohne Tricks kaum möglich ist, lohnt das langfristige Engagement. Wer regelmäßig twittert, erarbeitet sich so seine Stammleserschaft, die zudem sehr fokussiert ist und Beiträge weiterempfiehlt oder auch Tipps gibt. Auch immer mehr Journalisten suchen bei Twitter nach Informationen und Personen, die zu aktuellen Themen als Experten auftreten können. Ein Tweet mit dem Hinweis auf den eigenen neuen Blogbeitrag durch ein Startup oder Solo-Selbständigen kann dann Gold wert sein.
 

Ähnlich schnell funktioniert im besten Fall auch die Akquise von Jobs, Aufträgen und Projekten. „Die Wege sind kurz. Wer in der Community mittwittert, hinterlässt ein Bild – entweder als Firmenvertreter oder potenzieller Kunde. Die Hemmschwelle sinkt, wenn beide Seiten bei Twitter aktiv sind“, erklärt Hofert. Eine der bekanntesten Twitter-Erfolgsgeschichten schrieben Marco Bereth und Michael Umlandt, die sich das Konto @zdfonline sicherten und nach außen ein professionelles Bild abgaben. Als die Nutzerzahlen jedoch durch die Decke gingen, meldeten sie sich mit schlechtem Gewissen beim ZDF – statt Schelte gab es aber gleich einen Arbeitsvertrag!
 

Doch wenn Twitter so super ist, warum sind dann nur knapp 800.000 in Deutschland aktiv? Andere Länder in Europa sind deutlich engagierter im Mikrodienst. Nun, eine Erklärung kann die große Skepsis der Deutschen vor neuen Techniken und deren Missbrauchsmöglichkeiten sein. Auch ist eine große Portion Medienkompetenz vonnöten, um sich im täglichen Info- und Nachrichten-Flow bei Twitter zurechtzufinden. „Dennoch sollten sich gerade Gründer und Selbständige Gedanken über den Mikrobloggingdienst machen und dabei nie den Spaß aus den Augen verlieren“, rät Hofert, die erst kürzlich ihr Buch "Wirksame Selbstpräsentation in Social Media" neu überarbeitet hat.


 

Image (CC): Scott Beale

Kategorie: Social Media