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Vom Sinn und Unsinn der Arbeitszeugnisse

Am Ende jedes Jobs wollen wir in Deutschland ein super Arbeitszeugnis als Beweis und Verdienst unserer geleisteten Arbeit erhalten. Dafür kämpfen wir, manche sogar mit Rechtsbeistand, wenn sie sich nicht mit ihrem Arbeitgeber einigen können. Mehr als 20.000 Prozesse werden jedes Jahr wegen Arbeitszeugnissen geführt. Nirgends sonst in der Welt, außer vielleicht noch in der Schweiz wird so ein Aufwand betrieben.

 

 

 

 

Aufbau der Arbeitszeugnisse

 

Einleitung

Hier stehen das Ein- und Austrittsdatum, das Geburtsjahr und die Funktionsbezeichnung der Person. Außerdem sollte eine Unternehmensbeschreibung enthalten sein.

 

Aufgabenbeschreibung

Alle wesentlichen Tätigkeiten werden aufgeführt, so ausführlich wie möglich. Die verantwortungsvolleren Aufgaben werden zuerst genannt. Wir empfehlen eine punktuelle Auflistung und unbedingt erfolgsorientiert.

 

Leistungsbeurteilung

Hier folgt eine Beurteilung der Arbeitsbereitschaft, der Arbeitsbefähigung, der Fachkenntnisse, der Arbeitsweise, des Arbeitserfolges, der Führungsleistung und am Ende folgt eine Leistungszusammenfassung.

 

Beurteilung des Sozialverhaltes

Dazu sollten das Verhalten zu Internen, in der Reihenfolge: Vorgesetzten, Kollegen und Mitarbeitern beurteilt werden. Weiterhin wird das Verhalten zu Externen, wie Kunden, Geschäftspartner, Behörden, Dienstleistern und anderen Ansprechpartnern bewertet. Auch die sozialen Kompetenzen werden eingeschätzt. 

 

Beendigungsformel

Hier steht drin, warum das Arbeitsverhältnis beendet wurde. Dabei gibt es drei Möglichkeiten: Kündigung auf eigenen Wunsch, betriebsbedingt oder in beiderseitigem Einvernehmen.

 

Dankes- und Bedauernsformel

Der Arbeitgeber spricht seinem ehemaligen Mitarbeiter seinen Dank für die Leistungen und das Bedauern über das Ausscheiden aus.

 

Zukunftswünsche

Der Arbeitgeber gibt dem ausscheidenden Mitarbeiter gute Wünsche mit auf den Weg. Dabei sollten berufliche genauso wie private Wünsche berücksichtigt werden.

 

Ein Arbeitszeugnis zu verfassen kostet viel Zeit. Oft geben die Unternehmer das Erstellen der ersten  Rohfassung an den Mitarbeiter ab. Wir empfehlen: Lassen Sie sich helfen, sowohl bei der Erstellung als auch beim Prüfen des durch den Arbeitgeber erstellten Zeugnisses. Versteckte Botschaften sind nicht immer gleich erkennbar. In kleineren Unternehmen verfassen zum Teil auch Mitarbeiter Zeugnisse, die sich mit der verschlüsselten Zeugnissprache nicht so gut auskennen.

 

Schwierigkeit für den Arbeitgeber

Häufig ist es für Arbeitgeber schwierig, den Spagat zwischen „ehrlichen“ und „wohlwollenden“ Formulierungen zu schaffen. Daher gibt es die Geheimcodes. Das Zeugnis hört sich ganz gut an, aber die Wahrheit ist weniger positiv. Ein total verschlüsseltes Zeugnis kann der Betroffene kaum richtig lesen und interpretieren schon gar nicht.

Bei den Arbeitszeugnissen gibt es  die subjektiven falschen Bewertungen,  die Gönnerhaften Vorgesetzten, Unkenntnis des Zeugnisaustellers, die Retourkutsche oder das über Gericht erstrittene Zeugnis.  Wie viele Arbeitszeugnisse also wirklich Spiegel der  Wahrheit sind ist demnach fraglich.
 

 

Was wirklich zählt

Es zählen Qualifikation und Erfahrungen. Ein Arbeitszeugnis kann Fragen klären, die die Bewerbungsunterlagen aufwerfen. Im Arbeitszeugnis können individuelle Stärken und besondere Kenntnisse sowie Arbeitserfolge aufgeführt werden. Alternativ empfehlen wir ein Empfehlungsschreiben vom ehemaligen Vorgesetzten oder Referenzen, die angehängt werden. Der neue Vorgesetzte bekommt die Möglichkeit sich Feedback einzuholen. Mit einem Feedbackschreiben kann der Vorgesetzte seinen ehemaligen Mitarbeiter seine Wertschätzung ausschreiben und die guten Seiten betonen.

 

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Herzliche Grüße

Ihre Maja Skubella

 

Autorin

Ich bin studierte Kommunikationswirtin, Bewerbungsberaterin und Berufsberaterin für Abiturienten, Schüler, Bachelor- und Masterabsolventen aber auch für Neuorientierer und Wiedereinsteiger im Büro für Karriere & Entwicklung bei Svenja Hofert. Ich berate auch Mütter und Väter, die nach der Kinderpause wieder einsteigen möchten. Dazu bringe ich neben meinen praktischen Erfahrungen auch persönliche Erfahrungen, als Mutter von drei Kindern mit. Ich habe in den letzten vier Jahren mehr als 1.000 Bewerbungsunterlagen geprüft und viele davon davon auch gemeinsam mit den Kunden optimiert.

Ich  nutzte meine vielfältigen Erfahrungen im Marketing- und Personalbereich und die jahrelange Ausbildung "on the job" durch Svenja Hofert.

Ich führe telefonische Beratungen durch, nutzte auf Wunsch Skype, das virtuelle Klassenzimmer der Online-Karriereexpertenakademie und stehe für persönliche Coachings in Hamburg zur Verfügung. Weiterhin betreue auch die Plattform www.kexpa.de . Dieses Portal bietet eine umfangreiche Themenwelt auf neuestem technischem Niveau rund um Bewerbung & Karriere, Persönlichkeit und Gründung & Wachstum.

 

Kategorie: Arbeitszeugnis