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Jobsuche über Netzwerke auf verdecktem Stellenmarkt – 5 Gründe, wieso es sich auszahlt, Kontakte zu pflegen

Bewerbung verdeckter Stellenmarkt, Bewerbung per Netzwerk

Inwiefern finden Bewerber heutzutage einen Job auf dem verdeckten Stellenmarkt und was charakterisiert einen Netzwerk-Bewerber? Wir wollten frische Fakten haben und führten zum Anfang dieses Jahres eine Umfrage durch, um nach Antworten zu suchen. Hier unser Einblick.

 

Networking – die Wissenschaft dahinter (… in kurzen Worten)

Networking ist bei weitem kein reiner Gegenstand der Praxis. Wissenschaftliche Studien dazu, wie man das eigene Netzwerk gestalten sollte, um den Erfolg bei der Jobsuche zu maximieren, gehen bereits auf das Jahr 1973 zurück. Die zu dieser Zeit veröffentlichte Studie von Marc Granovetter („Strength of weak ties“) beschäftigte sich mit dem Einfluss von schwachen Kontakten, also denjenigen, zu welchen keine besonders starke Beziehung im puncto häufige Kontaktaufnahme, Emotionen etc. existiert. Granovetters Studie besagt, dass nur schwache Kontakte in der Lage sind, als „Brücken“ zu anderen Netzwerken zu fungieren. So wird einem im Rahmen der Jobsuche auf dem verdeckten Stellenmarkt ein Zugang zu Ressourcen und Informationen verschafft, der außerhalb des engeren Kreises, wie den Familienmitgliedern oder (engen) Freunden, liegt. Die Aussagekraft von dieser Studie wurde bereits oft kritisiert, aber zum Großteil bestätigt.


Von der Theorie in die Praxis

Wir bei kexpa sind natürlich praxisorientiert und so wollen wir es auch gerne weitergeben. Was sind denn nun die wahren Vorteile des Netzwerkens und was spricht dafür, dass Sie (spätestens jetzt) damit loslegen sollten. Hier eine Übersicht der Vorteile, die wir den Umfrageergebnissen entnommen haben:

 

  1. Sie suchen nicht, Sie finden nicht – Sie werden gefunden! … und zu großer Wahrscheinlichkeit auch eingestellt

55% unserer Umfrageteilnehmer sagen, sie hätten gar nicht aktiv nach einem neuen Job gesucht. Sie wurden von ihren Freunden/Bekannten angesprochen. 50% der Befragten Personen wurden zumindest zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Und in 9 von 10 Fällen wurden die Bewerber nach diesem Vorstellungsgespräch auch eingestellt…

 

  1. Ihre Zufriedenheit im Beruf wird anfänglich zu 82% hoch bis sehr hoch sein und eher nicht sinken

Als wir die Umfrageteilnehmer fragten, wie sie Ihre Zufriedenheit im neuen Job zum Zeitpunkt der Einstellung einschätzen würden, war es sehr spannend zu erfahren, dass 32% der Teilnehmer die Frage mit einem „Sehr hoch“ beantwortet haben. Weitere 50% seien „Hoch“ zufrieden gewesen und 10% haben die Frage mit einem „Neutral“ beantwortet. Die restlichen 8% fallen der Antwort „Niedrig“ zu, „Sehr niedrig“ war zum Zeitpunkt der Einstellung keiner gewesen.

Interessant war, dass sich laut der Antworten der nächsten Frage, die Zufriedenheit im Job im Laufe der Einstellung bei 26% der Teilnehmer nicht geändert hat und bei 42% der Teilnehmer sogar erhöht hat. „Ein persönlicher Kontakt im Rahmen einer Netzwerkbewerbung bietet dem Bewerber deutliche Informationsvorteile in Bezug auf die Unternehmenskultur, die interne Unternehmenslage oder die Stimmung in den Abteilungen eines Unternehmens. Klar, dass die Anstellung weniger negative Überraschungen bereithält“, so Kexpa®-Gründerin Svenja Hofert.

 

  1. Ihr Netzwerkpartner bietet Ihnen einen enormen Vertrauensvorschuss

Sie kennen den Empfehlungsgeber und der Empfehlungsgeber kennt Sie. Dennoch, werden Sie empfohlen, so basiert das nicht lediglich darauf, dass Ihr Kontakt Sie für richtig hält. Der Kontakt selbst wird sich bevor er Sie empfiehl Gedanken machen, ob es irgendwann auf ihn zurückfallen könnte, wenn er Sie empfiehlt und Sie sich nicht bewähren. Das ist bei unternehmensinternen Karrieren durchaus ein wichtiger Faktor, der im Namen des Empfehlungsgebers bedacht werden sollte. Unsere Ergebnisse der offenen Frage, welche Vorteile bei einer Bewerbung auf dem verdeckten Stellenmarkt entstanden seien, signalisieren klar diesen Sachverhalt: „Persönlicher Kontakt, bereits Vertrauen aufgebaut“, „beide Seiten wussten, worauf sie sich einlassen“, „Vertrauensbonus, weil sich Beteiligte am Prozess persönlich kennen“, „Empfehlung basiert auf Vertrauen“ oder „Vertrauensvorschuss“ lassen vermuten, dass der Faktor Vertrauen bei vielen Bewerbungen über einen Kontakt entscheidend ist. Zusätzlich gilt: Eine Studie von Valery Yakubovich und Daniela Lup („Stages of the Recruitment Process and the Referrer’s Performance Effect“, 2006) weist nach: Je besser die Job-Performance des Empfehlungsgebers im Unternehmen, umso wahrscheinlicher ist es, dass dessen Empfehlung (also Sie) im Auswahlverfahren weiterkommen.

 

  1. Kümmern Sie sich um Ihre Bekanntschaften, so kümmern sich diese auch um Sie

Die Studie von Granovetter hat’s angedeutet, hier bekommen wir empirische Bestätigung: Nicht nur Freunde, sondern zum Großteil spielen auch Bekannte bei der Job-Vermittlung eine wichtige Rolle!

Um zu erfahren, zu welcher Art von Kontakten unsere Umfrageteilnehmer in Verbindung stehen, haben wir gefragt, „zu welchem Personenkreis die Befragten einen regelmäßigen und aktiven Kontakt pflegen“. (Der regelmäßige, aktive Kontakt bedeutet, dass der Befragte zumindest alle drei Monate einen bestimmten Netzwerkpartner kontaktiert.) Der Kreis der Personen, zu welchen die Teilnehmer einen regelmäßigen, aktiven Kontakt pflegen sind demnach zu 50% „wenige Freunde und viele Bekannte“. 26% der Teilnehmer pflegten Kontakt in etwa zu so vielen Freunden, wie Bekannten. Lediglich 3% pflegten einen regelmäßigen, aktiven Kontakt „ausschließlich zu Freunden“.

 

  1. Netzwerkbewerbungen sind bequem und sparen Ihnen wertvolle Zeit

Seien wir ehrlich, bis zu dem Tag, an dem Ihre Bewerbung im Briefkasten oder dem Email-Postfach des Personalers landet, vergeht viel Zeit und Mühe Ihrerseits. (Jobumorientierung,) Jobsuche, Sortierung der Angebote, Unternehmensrecherche, Verfassen der Bewerbung … irgendwann haben Sie die Unterlagen versendet. Bei einer Bewerbung auf dem verdeckten Stellenmarkt gibt es demgegenüber eigentlich nur Vorteile: Sie werden gefunden, Sie haben kaum bis keine Konkurrenz, Sie haben Insider-Informationen zu der Stelle und dem Unternehmen von Ihrem Kontakt, selbst die Eignungsprüfung übernimmt Ihr Kontakt und das schon bevor Sie sich mit der Stelle auseinandersetzen. Es entfällt kurz gesagt ein langwieriger Prozess einer aufwändigen Planung bis hin zum Vorstellungsgespräch. Unsere Empfehlung also: Netzwerken Sie!


Praxiseinblick abgeschlossen - und was nun?

Die Frage, die sich Ihnen jetzt vermutlich stellt ist, wie Sie das Netzwerken angehen. Es gibt unterschiedliche Methoden, wie Sie auf alte Bekanntschaften oder Ihnen noch unbekannte, aber interessante Personen zugehen können. Hier vier Empfehlungen von uns:

 

Per Netzwerk zum Job“ – in dem neuen Buch von Ute Blindert bekommen Sie Insider Tipps, wie Sie im Zuge einer Bewerbung Ihr Online- als auch Offline-Netzwerk nutzen können! 

Jobsuche mit Plan und Köpfchen - inkl. Verdeckter Stellenmarkt und Netzwerke“ – Jobsuche ist so viel mehr als das Betreten eines Stellenportals und der gezielten Suche mit Schlüsselbegriffen. Gehen Sie die Jobsuche strategischer, genauer und damit erfolgreicher an. Dieser Kurs hilft Ihnen dabei, das große Ganze im Vorfeld zu planen und einen Überblick zu behalten.

Top-Profil bei XING“ – Xing ist im deutschen Raum das am häufigsten benutzte Online Business Netzwerk. In unserem Selbstlernkurs bekommen Sie praktische und schnell umsetzbare Tipps dazu, wie Sie das Projekt „Xing Profil ausfüllen“ bzw. „Jobsuche mit Xing“ professionell angehen. (Kurs wurde kürzlich neu überarbeitet)

Erfolgreiches Twittern leicht gemacht“ – möchten noch einen weiteren Schritt in Richtung Social Media Recruiting machen? Dann sollten Sie sich auch mit Twitter vertraut machen. Das Portal zum sogenannten Micro-Bloggen bietet Ihnen zahlreiche Möglichkeiten, Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Starten Sie mit diesem Kurs.

 

Wir wünschen ein erfolgreiches Netzwerken!