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Coachingvielfalt und –einerlei: Geschichte des Coachings III

Nach den Anfängen im Sport und in angloamerikanischen Raum kam das Coaching in den 90ern Jahren in den deutschen Führungsetagen an. Der KEX-Blog beleuchtet in seiner Serie auf die Anfänge des Coachings zurück und zeigt, wie es zur Etablierung vieler verschiedener Coaching-Disziplinen kam. Seit knapp zehn Jahren gibt es Bemühungen, das Coaching zu professionalisieren, beispielsweise im Deutschen Bundesverband Coaching (DBVC).
 

Mittlerweile hat sich unter dem Begriff Coaching ein breites Feld entwickelt, welches von psychologisch ausgerichteten individuellen Beratungen für Personen, Teams oder Gruppen über Formen wie Projekt- oder EDV-Coaching bis hin zu weniger seriös klingenden Beratungs- und Trainingsformen wie Lifestyle- oder Astrologie-Coaching reicht. „Der Beruf der keiner ist, zieht teilweise die falschen Leute an“, sagt Karriereberaterin Svenja Hofert, die 2008 das Buch „Existenzgründung für Berater, Trainer, Coachs“ veröffentlichte.
 

Oft gilt die Prämisse, Coach werden zu wollen, als letzter Ausweg aus dem Karriere-Labyrinth. Doch mit der seit ca. 2010 weiter zunehmenden Spezialisierung werden von den Coaches spezielle Kenntnisse und Ressourcen gefordert (siehe Teil II), die berufserfahrene Personalentwickler oder Führungskräfte noch mitbringen, 22-jährige Uni-Aussteiger aber naturgemäß vermissen lassen müssen. „Eine Job-Option als selbständiger Coach gibt es nur für die mit einschlägiger HR-Berufserfahrung und die, die Tätigkeiten kombinieren“, hat Hofert beobachtet.
 

Wer also kein Trainer, Outplacer oder Personalentwickler im Hauptberuf ist/war, wird es als Coach schwer haben. Nach wie vor kann nur eine Handvoll Coaches davon leben, privat Beratungen anzubieten. Und auch das klappt meist nur noch  im Nebenberuf oder bei einer günstigen finanziellen Ausgangslage, denn in immer mehr Unternehmen zählen Coaching-Fähigkeiten nun zur Grundanforderung für Führungskräfte. Die Manager von morgen sind weniger Kontrolleure, sondern Moderatoren, die aus ihren Teams das bestmögliche herauskitzeln – ganz so wie die Urheber des modernen Coachings, die Sporttrainer (siehe Teil I).
 

Lesen Sie im abschließenden Teil, wie die Zukunft des Coachings aussehen kann. Gefällt Ihnen die Serie oder haben wir etwas vergessen? Sagen Sie es uns bei Twitter und Facebook.
 

Image (CC): bujiie

Kategorie: Coaching