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Coaching für den Karriere-Nachwuchs: Geschichte des Coachings II

Coaching gilt als Traumjob. Doch wie steht es um das Wissen über die eigene Disziplin, die in Karriere-, Berufs- und Change-Coaches ausgefasert ist und keine Zulassungsbegrenzungen kennt? Der KEX-Blog blickt in seiner Serie auf die Anfänge des Coachings und zeigt, wie sich daraus eine heute nicht mehr wegzudenkende Managementdisziplin entwickelt hat.
 

Großen Anteil daran hatte Timothy Gallwey, der seine Erfahrungen als Sportler und Harvard-Absolvent im Personalbereich verband (siehe Teil 1) und in die Vorstandsetagen der US-Unternehmen brachte. Doch noch Anfang der 80er Jahre galt Coaching als neu, denn Einflüsse aus der Psychologie spielten bis dato nur eine geringe Rolle im Businessalltag. Mitte des Jahrzehnts erweiterte sich die Begriffsvorstellung von der Mitarbeiterführung hin zur karrierebezogenen Betreuung von Nachwuchsführungskräften.
 

Noch heute greifen gerade Großunternehmen auf Mentoringprogramme zurück, bei denen erfahrene und hochrangige Mitarbeiter neuen oder talentierten Beschäftigten Karriereoptionen innerhalb der eigenen Firma öffnen. Während sich Coaching in den USA auf einer mittleren Karriereebene etablierte, verwandelte sich diese Dienstleistung beim Import nach Europa in den 80er Jahren erneut. In Großbritannien beschäftigten sich plötzlich wieder Führungskräfte und Top-Manager mit Coaching-Themen.
 

In Deutschland waren vor allem NLP-Seminare (Neurolinguistische Programmierung) beliebt, ehe Ende der 80er Coaching bei der Lösung privater Herausforderungen zum Trend wurde.  Schnell griffen aber auch hierzulande die Topmanager auf Coaches zurück, deren erste Aufgabe es war, durch Kritik einen Ausgleich zu schaffen. Denn je höher ein Coachee im Unternehmen angesiedelt ist, desto weniger direktes Feedback erhält er oder sie. Mittlerweile hat sich das Coaching als ein Instrument der Mitarbeiterentwicklung auf allen Ebenen etabliert.
 

„Ich glaube, dass Coaching nur noch ein Modewort ist und längst am Ende des Produktlebenszyklus angekommen ist“, sagt Karriereberaterin Svenja Hofert aus Hamburg. Auf dem Markt reicht es schon längst nicht mehr, ein Buch zu schreiben oder mit den eigenen Erfahrungen zu punkten. Nur, wer über eine einzigartige Kombination aus Methoden, Konzepten, Zugängen, Ressourcen und natürlich Persönlichkeit und ein gutes Marketing verfügt, überzeugt noch.
 

Lesen Sie im nächsten Teil, wie sich Coaching in Deutschland etabliert hat. Wir freuen uns auf Ihr Feedback zu unserer Serie bei Twitter und Facebook.

Image (CC): bujiie

Kategorie: Coaching