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Berufliche Unterbrechung für die Kinder und dann zurück in den Job

Anne hat drei Kinder, zwischen drei und 10 Jahren. Ihr Mann arbeitet in einem großen Unternehmen und ist häufig die ganze Woche unterwegs. 
Bisher hat sich Anne um die Erziehung der Kinder und den Haushalt gekümmert.  Dazu gehört auch eine Position im Elternbeirat. Weiterhin absolvierte sie in der Zeit ein Fernstudium zum psychologischen Berater. 
Nun überlegt sie seit einiger Zeit wieder in den Beruf einzusteigen. Das wird natürlich nicht einfach werden, alles unter einen Hut zu bringen. Hinzukommt dass sie ja nun schon mindestens 9 Jahre nicht gearbeitet und sich doch eine Menge, gerade im Bereich
Computerarbeit, verändert hat. Anne hat große Bedenken, dass sie den Einstieg überhaupt wieder schafft. Sie versucht sich darüber klarzuwerden, wie sie diese Hürde meistern kann.  
 
Ist-Analyse durchführen
 
Der Wiedereinstieg betrifft die ganze Familie. Mehr als 80 Prozent der möglichen Wiedereinsteiger sind verheiratet. Der Partner muss unbedingt mit eingebunden werden, schließlich sind es auch seine/ihre Kinder. Die wiedereinsteigende Person sollte im Vorwege für sich klären, was das Ziel bei Wiedereinstieg ist und in welchem Umfang der Wiedereinstieg sein soll.  Manche möchten gleich 100 % zurückkehren und an der Karriere feilen. Andere wollen sich ein wenig Unabhängigkeit zurückgewinnen und Schritt für Schritt ins Berufsleben zurückkehren. 
 
Ein gesundes Selbstbewusstsein als Basis für den Wiedereinstieg
 
  • Im Umgang mit Kindern brauchen wir emphatische Fähigkeiten. Diese Stärke können wir gut bei Kundengesprächen oder Gesprächen mit Geschäftspartnern nutzen. 
  • Waschen, Putzen, Kochen, Kinder abholen. Familienarbeit ist eine komplexe Angelegenheit. Mit Kindern lernen wir absolutes Zeitmanagement.
  • Ein schreiendes Baby, ein Schulkind benötigt Hilfe bei den Hausaufgaben und ein Teenager in der Pupertät, mit Gekeife und Türknallen. Wer dies managt ist belastbar und wird im Büro viel souveräner reagieren können. Gut ist auch ein Ehrenamt anzunehmen, dass kann in der Schule, im Kindergarten oder im Sportverein der Kinder sein. Diese Verantwortung stärkt das Selbstbewusstsein.
 
Rückkehr in den alten Job
 
Maximal drei Jahre dürfen die Arbeitnehmer zu Haus bleiben. Bis 14 Monate davon gibt es Elterngeld. In Betrieben mit mehr als 15 Beschäftigten haben Mütter und Väter nach der Elternzeit ein Anrecht auf einen Teilzeitplatz. Allerdings dürfen keine betrieblichen Gründe dagegen sprechen.
Bei kleineren Unternehmen sind solche Gegengründe leider schnell zu finden. Das Recht auf eine Teilzeitstelle gilt übrigens auch für Mitarbeiter in leitenden Positionen. Wie sie sich auf das Gespräch mit dem Chef gut vorbereiten und wie sie den alten Job behalten können, erfahren sie hier.
 
 
Neuer Job, neues Glück
 
Menschen, die ihre Augen und Ohren offen halten und aufgeschlossen für Neues sind, gelingt es oft, irgendwo quereinzusteigen. Meistens sind das Menschen, die gut vernetzt sind. Die meisten Wiedereinsteiger erschließen sich die neuen Jobperspektiven erst langsam. Häufig beginnt der Wiedereinstieg mit einer zweiten Ausbildung oder einer Weiterbildung – auch deshalb, weil Bildung immer weiter an Bedeutung gewinnt und Wissen nur eine sehr kurze Halbwertzeit hat. Möglichkeiten sind hier genau aufgeschlüsselt.
Auch die Existenzgründung ist ein Weg. Ist es Ihnen wichtig,  flexibel zu sein, dann ist eine Selbstständigkeit ideal. Der Staat erleichtert diesen Schritt durch den Gründungszuschuss.
 
Jobsuche und Bewerbung
Wenn für die Wiedereinsteiger klar ist, was er möchte, geht es an die Bewerbung. 
  • Ganz wichtig ist ein gutes Netzwerk. Welche Kontakte können Kontakte für die Betroffenen herstellen. Wer überall die Augen offen hält findet vielleicht, den entscheidenden Kontakt im Vater der Freundin ihres Kindes oder sie erinnern sich an alte Kunden, die sie versuchen können ausfindig zu machen. 
  • Initiativ bewerben. 70 Prozent aller Stellen werden nicht ausgeschrieben sondern über persönliche Netzwerke oder Initiativbewerbungen vergeben. Offene Teilzeitjobs sind vermutlich noch deutlich weniger ausgeschrieben als offene Vollzeitpositionen. Der Grund ist, dass für wenige Stunden oft keine (teure) Anzeige geschaltet wird.
  • Lebenslauf und Anschreiben so formulieren, dass die Person vom Entscheider positiv wahrgenommen wird.
Wenn Sie mehr erfahren möchten, wie Sie sich orientieren können und zurück in einen oder den Job finden, lesen Sie unseren Selbstlernkurs "Zurück in den Job"
 
Und nur Mut, Sie schaffen es, ganz bestimmt. Ich habe es mit meinen drei Kindern auch geschafft.
 
Herzliche Grüße, Maja Skubella
 
Kategorie: Selbstlerkurse