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„Ich verdiene Online Geld“ – Svenja Hofert über den KEXPA-Start

Knapp drei Monate sind seit dem Start von KEXPA vergangen. Zeit, um mit Gründerin und Karriereberaterin Svenja Hofert ein erstes Zwischenfazit zu ziehen. Dabei spricht die Hamburgerin auch über die Hintergründe ihres mutigen Schritts, die vertraute Verlagswelt zu verlassen und nun mit einem eigenen Portal in den direkten Austausch mit Kunden und Fans zu gehen.

 

KEXPA: Was waren die Gründe, die Plattform KEXPA ins Leben zu rufen?

 

Svenja Hofert: Der Markt hat sich einfach verändert. Gedruckte Ratgeber laufen heute deutlich schlechter als noch vor zehn Jahren. Das höre ich immer wieder – auch wenn es kein Autor öffentlich zugeben mag.

 

KEXPA: Warum verliert Print im Gegensatz zu digitalen oder mobilen Angeboten an Reichweite?

 

Svenja Hofert: Im Internet gibt es immer mehr Informationen für wenig oder gar kein Geld. Dadurch gerät der gesamte Markt unter zunehmenden Preisdruck. Jüngere Leute legen heute auch ein ganz anderes Konsumverhalten an den Tag. Niemand hat mehr Lust, für einen 300-Seiten-Karriere-Schinken 20 Euro auszugeben und nur Standardantworten zu bekommen.

 

KEXPA: Was zeichnet die neuen Nutzergruppen denn aus?

 

Svenja Hofert: Auf aktuelle und drängende Probleme soll sofort eine möglichst individuelle Lösung gefunden werden. Deshalb habe ich für KEXPA die Inhalte aus meinen bisherigen Bestsellern neu aufbereitet und in sogenannten Serials für die verschiedensten Nutzungssituationen neu zusammengestellt.

 

KEXPA: Gibt es generell ein neues Leseverhalten?

 

Svenja Hofert: Das sehe ich auch bei mir. Wenn mich beispielsweise ein Artikel besonders interessiert, dann kaufe ich ihn mir. Aber ob ich deswegen auch gleich das ganze Heft mit den Inhalten will, die mir nichts sagen?

 

KEXPA: Kann man als Autor im Internet überhaupt Geld verdienen?

 

Svenja Hofert: Und ob! Im Netz regiert nämlich nicht die viel beschworene Kostenloskultur, sondern die Kultur des kleinen Preises. Deshalb kann ich guten Gewissens auch abgespeckte E-Books anbieten, die vollen Inhalte gibt es nur auf KEXPA. Außerdem ist mein eigener Anteil am Verkaufspreis höher, denn hier zieht sich kein Verlag etwas von der Marge für Versand, Lagerung oder Druck.

 

KEXPA: Welche Zukunft haben dann noch klassische Verlage?

 

Svenja Hofert: Auf jeden Fall ist das herkömmliche Geschäftsmodell durch die neuen Möglichkeiten massiv in Frage gestellt. Ich denke, dass nur noch Spezialisten für Sachbücher und opulente, dadurch aber auch teurere Handbücher einigermaßen entspannt in die Zukunft schauen können.

 

Kategorie: Unternehmen